… mich immer wieder. Seit dem 2. Mai hat man dort den Skulpturenweg II aufgelegt. Diesmal heißt die Open Air-Ausstellung “Open HeArt” und verteilt sich mehr oder weniger gleichmäßig über die Innenstadt.
Eichstätt ist nicht Venedig und Open HeArt ist nicht die Bienale, (Auch wenn die Eichstätter Innenstadt langsam genauso marode wirkt… aber wenn man morbide sagt, hat das ja wieder Charm. Oder so.) und trotzdem war besonders eines unter den gezeigten Werken, das mich wirklich begeistert hat:

Der Schmetterlingsschwarm - eine Installation von Marc Köschinger. Tausende, aus weißem Papier gestanzte Schmetterlinge in verschiedenen Größen sind in akribischer Handarbeit mit Heißkleber an die Fassade eines verfallenen Hauses und die Reste eines alten VW-Käfers angebracht worden.
Viele Passanten bleiben stehen, gucken sich die Sache an und lassen dann Sätze verlauten wie: “Das ist aber hübsch, gefällt mir” oder auch etwas pragmatischer “Oha, die kriegt man ja nie wieder weg” (die Schmetterlinge). Ich habe mir mit meiner Kamera bewaffnet die Installation bestimmt 20 Minuten angeschaut - und ich hatte Gänsehaut. Nicht wegen den Temperaturen oder dem Nieselregen. Nein, ich finde der Künstler hat Recht wenn er sagt, die weißen Schmetterlinge wirken wie Motten, die über das alte Gemäuer herfallen, es von innen aushöhlen, zerfressen, vernichten um dann zum nächsten Opfer weiter zu ziehen.

Zu viele düstere Gedanken? Vielleicht wegen dem Wetter. Oder, weil ich letztes Jahr schon wieder nicht auf der Bieneale war.