Irland 2008 - Teil 10: Dingle-Halbinsel

Sonntag, 14. Dezember 2008 um 17:05 von Ro

Mit Schnee vor dem Fenster, eine Tasse Tee in der Hand denken wir zurück und nähern uns dem Höhepunkt (und damit dem vorletzten Artikel) der Irland-Reise: Die Dingle-Halbinsel. Für Ke und mich eindeutig das Highlight unserer Irland-Reise und ganz bestimmt kommen wir hierher mal wieder: atemberaubend schöne Strände, wilde Küstenformen, verträumte Natur, Möwen hautnah und die beste Pizza der Welt.

Dingle-Halbinsel

Dabei stand eigentlich der Ring of Kerry auf dem Programm, doch je mehr wir darüber gelesen hatten, desto mehr kamen wir zum Schluss den Touristenmassen doch lieber ausweichen zu wollen. Die Dingle-Halbinsel ist dazu ideal: zumindest Touristenbusse gibt es hier keine - die Straßen sind dazu einfach nicht gemacht. In aller Frühe ging’s von unserem Hotel in Killarney los, …

… im Uhrzeigersinn die Küstenstraße entlang.
Hier auf der Dingle-Halbinsel fallen einem die gälischen Verkehrszeichen auf (linkes Bild) und sofort merkt man, dass man im ursprünglichsten Teil von Irland gelandet ist, der sich noch zur Tradition verpflichtet fühlt. Kaum ein paar Kilometer gefahren stoßen wir auf noch viel ältere Zeugnisse der Geschichte: Bienenkorbhütten liegen malerisch auf den Hügeln vor der Meeresbucht. Schon beeindruckend, wie die Baumeister vor ca. 3000 Jahren Stein auf Stein ohne Mörtel oder ähnlichem aufeinander geschichtet haben. Bauwerke, die die Jahrtausende scheinbar mühelos überdauert haben.
Vorfahrt achten!Bienenkorbhütte - IBienenkorbhütte - II
Und so geht es in gemütlichem Tempo mit vielen Zwischenstopps weiter: links das azurblaue Meer, rechts sanfte Hügel mit den mittlerweile so vertrauten Schafen und hier und da eine Bienenkorbhütte. Dabei lassen wir das Städtchen “Dingle” erst mal links liegen und genießen die Küstenstraße (die sogar direkt durch ein nicht ausgetrocknetes Flussbett geht) bis wir am Slea Head eine längere Pause bei leckerer “Soup of the Day”, witziger Gesellschaft und atemberaubendem Ausblick einlegen:
Zwischenstopp - IZwischenstopp - IIZwischenstopp - III

Wie man erkennen kann ist das Wetter an diesem Tag voll auf unserer Seite und so ziehen wir weiter wie durch einen Traum, tauchen ein in das Landschaftswunder von Irland, machen an verlassenen Stränden halt und finden (Ke findet!) bei gemütlichen Spaziergängen am Meer so allerhand … Zeug :-)

on the roadStrandMuscheln

Bei zwei Drittel der Streck kürzen wir ab und nehmen den Connor-Pass zurück nach Dingle: schwuppdiwupp wird aus der gemütlichen Reise ein Abenteuerurlaub - für diesen Pass muss man schon schwindelfrei sein. Kaum 3 Meter breit geht es nach einer niedrigen halb verfallenen Mauer auf der einen Seite kerzengerade in die Tiefe, wogegen man von der anderen Seite von den Felsmassen schier erdrückt wird. Da es dann noch gewisse Individuen ohne Augen im Kopf gibt, die einem in den engsten Stellen entgegenkommen anstatt in der Haltebucht zu warten, wird es auch noch zur Millimeterarbeit am Abgrund (Fotos gibt’s da keine - Ke war mit schweißnassen Händen damit beschäftigt sich krampfhaft festzuhalten ….). Die grandiose Aussicht entschädigt aber alle Mühen!

AussichtPassStrand - II

Zum Abschluss dieses wunderbaren Tages gibt es in Dingle noch die beste Pizza der Welt im “Blue Zone Jazz-Cafe” und einem schönen Abendspaziergang in der beschaulichen Hafenstraße. Schön!

Fischerdorf - IFischerdorf - IIRabe


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Make

Ein sehr interessanter Reisebericht.Ich danke Euch für den fast täglichen Lesestoff.

 
 
Ro

Uns freut’ es, dass das Blog auch regelmäßig gelesen wird! Danke und viele Grüße in die Heimat!

 

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