Geschützt: Es riecht nach Sommer in Ulm
Sonntag, 25. April 2010 um 22:50 von KeTags: Actionprogramm| Botanischer Garten| Lu| Spaziergang| Ulm| Wohlfühlmodus
Ähnliche Beiträge:
Bevor das Jahr 2008 zu Ende geht müssen natürlich auch die Berichte über Irland 2008 zu Ende gehen. Der letzte Stop unserer Tour führt uns nach Cashel. Hier zeigt sich Irland noch einmal von seiner touristischen Seite - durch die Nähe von Dublin wird Cashel in erster Linie von Bussen angesteuert, die abends aber wieder verschwinden. So hat sich uns Cashel selbst - vor allem am Abend - als ungemütliches Fleckchen Irland präsentiert. Und als ob Irland uns den Abschied nicht zuu schwer machen wollte, gab’s auch nochmal richtig viel Regen. Wir haben uns trotzdem nicht davon abhalten lassen, eine in der Nähe von Cashel gelegene, eher unbekannte Klosterruine anzusteuern. Für uns hat sich das dann dort - trotz, oder gerade wegen des Regens - zu einem der stimmungsvollsten Ruinenbesichtigungen entwickelt. Das vergleichsweise große Kloster liegt mitten im Weidegrund von Kühen und Schafen, überrankt von Efeu und allerlei sattgrünen Planzen, zugänglich nur über eine uralte Steinbrücke und einem Weidezaun, der überklettert werden will. Bei letzterem war uns glatt ein wenig mulmig - kam uns doch ein vollbärtiger Mann im Tarnanzug entgegen. Auf die Frage, ob wir hier richtig wären, sagte er nur jaja, nur weiter …
Der Mann im Tarnanzug lief uns dann mitten in der Ruine nochmal über den Weg - wild gestikulierend mit der Aufforderung mitzukommen. Sehr seltsam - doch am Ende stellte es sich heraus, das es sich um Tierschützer handelte, die gerade den Nachwuchs einer seltenen weißen Eulenart beringte - das wollte er uns natürlich zeigen (genau das richtige für den Eulenfan Madonha
) - süß, gell?
Am nächsten Tag ging es vor unserer Abfahrt zum Flughafen nach Dublin noch zur Hauptattraktion von Cashel, dem Rock of Cashel. Wirklich sehr beeindruckend thront die Kathedralenanlage auf einem Felsen über der kleinen Stadt. Sehenswert waren vor allem die Reste romanischer Wandmalerei im romanischen Teil der Anlage - so etwas bekommt man sehr selten zu Gesicht, wurden doch solche Kunstwerke meist bei Umbauten zerstört, so dass nur noch wenige Beispiele bis in unsere Zeit erhalten blieben. Schön, dass hier die Wandbemalungen aufwändig in einer Klimakammer mit Infrarotstrahlern geschützt werden.
Damit endete unser Urlaub 2008 in Irland. Unser letzter Urlaub als junges Paar ohne Kind. Mit Sicherheit werden die nächsten Urlaube deutlich anders und bestimmt genauso schön, doch Irland hat uns nochmal so richtig gut getan!
Vielleicht, ja vielleicht kommen wir ja mal wieder …
Am Sonntag Nachmittag hieß es ja mal wieder Abschied nehmen von Lu und Ke. Gott sei Dank nur für kurze Zeit. Im Rahmen eines EU-Projektes ging es nämlich nach Norwegen zu einem Projekttreffen. Am Montag Abend - am Ende eines langen (und wie ich finde ausnahmsweise mal sehr ergiebigen und interessanten) Meetings sagte man uns, dass ein kleines Abendprogramm geplant sei und man doch besser seinen Anzug im Hotel ließe. Im Grunde genommen keine große Sache, ist es doch üblich solche Projekttreffen bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen zu lassen. Zuerst dachte ich, dass es einfach einen kleinen Spaziergang gebe, doch der Bus, der uns vom Hotel abholte brachte uns nicht etwa zu einem besonders abgelegenen Restaurant - nein, er brachte uns zu einer Lichtung, auf der 11 Kanus lagen.
Jetzt muss man noch dazu sagen, dass es mittlerweile stockfinster war und mit 0 Grad Außentemperatur nicht gerade warm. Ich dachte zuerst an einen Scherz, doch unserem Gastgeber war es ernst: eine nächtliche Kanutour - bei Dunkelheit mit Stirnlampe - quer durch die Wildnis in Norwegen - im November - bei 3 Grad Wassertemperatur - bei 0 Grad Außentemperatur. Wow! Was für ein Programm!
Ich muss zugeben, die Fahrt hab’ ich (trotz der nicht von der Hand zu weisenden Gefahr - bei 3 Grad Wassertemperatur sollte man besser nicht ins Wasser fallen) sehr genossen: in Norwegen ist man wirklich sehr schnell “mitten drin - mitten in der Natur”.
![]()
![]()
Das letzte Stück der Paddeltour ging über einen See. An dessen Ende war auf einmal auch ein schönes Feuer zu sehen - die Kanufahrt alleine sollte wohl nicht der letzte Programmpunkt sein. Ich hab’ mich schon gewundert, warum das Feuer trotz unserer Anstrengungen nicht näher kam - bis mir klar wurde, dass es ein gewaltiges Feuer zu sein schien. Als wir schließlich doch am Ufer angekommen waren, wurde uns klar: so war das nicht geplant. Das “Feuerchen” war nämlich kein einfaches kleines brennendes Lagerfeuer - das war ein ausgewachsenes Feuer: gebrannt hat nämlich genau die Hütte, in der wir unser Abendessen bekommen sollten.
![]()
![]()
![]()
![]()
Tja, wenn das mal kein Actionprogramm ist (hätte nie geglaubt, dass ein 15m hohes Feuer derart interessant sein kann). Es wurde übrigens (wie man am letzten Bild sehen kann) auch noch ein sehr vergnüglicher Abend - mit sehr leckerem Essen. Da hat es sich dann auch sehr gut getroffen, das der engagierte irische Alleinunterhalter sich gesanglich perfekt mit einem unserer Projektmitarbeiter (der Schotte ist) verstand …
Bin gespannt, welches “Programm” uns am nächsten Projektmeeting erwarten wird ….