Einträge mit Tag ‘Bücher’

 

Dinosaurier-Pop-Up

Mittwoch, 11. Februar 2009 um 15:17 von Ro

Bei unserem letzten Bösner-Besuch gab es nicht nur lustige Karten, sondern auch ein tolles Pop-Up-Buch, das auch bei Donvanone super ankam, insbesondere auch mit dem T-Rex, den ich echt auch am beeindruckensten fand. Am besten, Ihr schaut’s Euch selbst an:

Link: Dinosaurier

An dieser Stelle lös’ ich dann auch noch schnell (hab’ nämlich eigentlich keine Zeit grad’ zum Bloggen), die von donvanone immer wieder zitiere Diskussion mit Beteiligung von Unbeteiligten auf: Ke und ich wollten ja eigentlich nicht so viel in den Einkaufswagen laden und fingen deshalb eine Diskussion an, welche Dinge denn nun wieder raus mussten. Neben meinem nicht zu übertreffenden Dinosaurierbuch lag’ da aber noch Der zoologische Garten (Erstauflage 1899):

Der zoologische Garten IDer zoologische Garten II

Meine liebe Ke war der Meinung, dass ein solches “Pop-Up-Buch” einem Kind mehr Spaß machen würde. Ro (und Donvanone und FrauBü) waren der Meinung, dass heutige Kinder doch das Dinoraurier-Buch toller finden würden. Also fragten wir einfach einen “neutralen Gutachter”, der es ja wissen sollte: einen kleinen Kerl, der eifnach grad’ des Weges kam. Die Überraschung: er fand das Zoo-Buch besser (obwohl ich ja glaub, der Satansbraten wollte sich bei Ke einschleimen).
Lange Rede, kurzer Sinn: jetzt haben wir beide Bücher :-)


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Von Schneewittchen und Rumpelstilzchen

Samstag, 20. Dezember 2008 um 12:34 von Ro

Schwein

Heute Nacht habe ich nun das letzte der 207 Märchen in Grimms Märchen - Vollständige illustrierte Ausgabe gelesen. Es ist ja allgemein bekannt, dass Grimms Märchen (die im übrigen ja nicht alle aus der Feder der Brüder Grimm stammen sondern in erster Linie auch eine Sammlung von Volks-Märchen aus deren Zeit darstellt) nicht unbedingt harmlos sind. Die meisten Märchen zeichnen sich an vielen Stellen von äußerster Brutalität aus. An viele Stellen konnte ich mich bei manchen Märchen aus meiner Kindheit gar nicht mehr erinnern - Kindermärchenbücher sind halt doch meistens geeignet gekürzt - oder realisiert man das als Kind einfach noch nicht so?
Hier noch ein paar eher harmlose Beispiele:

“Da pickten die Tauben einer jeden das eine Auge aus”

“Mein Märchen ist aus, dort läuft eine Maus, wer sie fängt, darf sich eine große, große Pelzkappe daraus machen”

“Aber es waren schon eiserne Pantoffeln über ein Kohlenfeuer gestellt worden, und die wurden mit Zangen hereingetragen und vor sie hingestellt. Da musste sie in die rotglühenden Schuhe treten und so lange tanzen, bis sie tot zur Erde fiel.”

“… und stieß mit dem rechten Fuß vor Zorn so tief in die Erde, dass es bis an den Leib hineinfuhr, dann packte es in seiner Wut den linken Fuß mit beiden Händen und riss sich selbst mitten entzwei.”

Eigentlich wollte ich ja ein kleines Gewinnspiel daraus machen - wer denn nun die meisten Zitaten einem Märchen zuordnen kann. Aber das wäre viel zu einfach gewesen. Google-Books kann natürlich mit allen Zitaten was anfangen (die zugehörigen Märchen sind Aschenputtel, Hänsel und Gretel, Schneewittchen und Rumpelstilzchen).
Was mich bei dieser Märchensammlung außerdem noch überrascht hat, war die Skurrilität mancher Märchen (z.B. das Ende von “Läuschen und Flöhchen”):

Da sprach das Brünnlein, aus dem das Wasser quoll: “Mädchen, was zerbrichst du Dein Wasserkrügelchen?” - “Soll ich mein Wasserkrügelchen nicht zerbrechen?
Läuschen hat sich verbrannt,
Flöhchen weint,
Türchen knarrt,
Besenchen kehrt,
Wägelchen rennt,
Mistchen brennt,
Bäumchen schüttelt sich.”
“Ei”, sagte das Brünnchen, “dann will ich anfangen zu fließen”, und fing an, entsetzlich zu fließen. Und in dem Wasser sind alle ertrunken, das Mädchen, das Bäumchen, das Mistchen, das Wägelchen, das Besenchen, das Türchen, das Flöhchen, das Läuschen, alle miteinander.

Ein weiteres Geschichtenelement, das in verblüffend vielen Märchen in jeweils abgewandelten Formen vorkommt ist folgende: Ein (Liebes-)Pärchen ist auf der Flucht und wird von einer bösen Hexe verfolgt. Das Mädchen wirft irgendwas über ihre Schulter (eine verzauberte Haselnuss, Granatapfel o.ä.) und sogleich verwandelt sich das Pärchen in etwas anderes (z.B. eine Kapelle und ein Kleriker, in einen Dornbusch und eine Rose …) und schön können sie die böse Hexe an der Nase herumführen, so dass sie wieder weiter ziehen muss. Das Geschichtenelement ist mir aus meiner Kindheit nicht bekannt - erst viel später habe ich es in einem italienischen Märchen in “Märchen von Hexen und weisen Frauen” gelesen und nun wieder in unzähligen Varianten bei den Brüdern Grimm. Habt ihr das schon gekannt?


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Es tut sich was

Mittwoch, 26. November 2008 um 22:05 von Ro

Es tut sich was, hier im Blog. Da nun schon draußen in der Hauptstadt des Nebellandes eine Schneedecke die Erde verhüllt, wurde es natürlich höchste Zeit, das auch diese Seite wieder winterlicher wird. Deshalb gibt es mal wieder eine neue Titelleiste.
Und was macht man im Winter besonders gerne? Sich in eine dicke Decke auf’s Sofa kuscheln, Kerze anzünden und ein gutes Buch lesen. Um Platz für Lu zu schaffen haben wir den Großteil unserer Bücher ausgelagert. Damit wir nun selbst den Überblick nicht verlieren, gibt’s ab jetzt die (noch unvollständig erfasste) Büchersammlung von Ro und Ke und in der Sidebar jeweils die Bücher, die wir aktuell lesen. Es wird zwar noch ein wenig dauern, bis wir alle Bücher auch sortiert und bewertet haben, bestimmt wird sich da das Layout etc. noch 100x ändern, aber irgendwie muss man ja anfangen. An dieser Stelle mal wieder ein Herzliches Dankeschön an den Donvanone - ohne ihn wär’ das mal echt nix geworden.

Da alle guten Dinge drei sind gibt es nun endlich - nach reiflicher Überlegung - auch mehr Beiträge über Lu. Allerdings passwortgeschützt nur für die Familie. Schließlich kann Lu noch nicht selbst entscheiden, ob er seine Lebensgeschichte für alle zugänglich nachzulesen haben möchte …
Es wird allerdings noch ein wenig dauern, bis wir die (rückdatierten) Lu-Beiträge auch online haben. Also bitte nicht ungeduldig werden!


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trübes Wetter, trübe Stimmung…

Dienstag, 20. Mai 2008 um 14:01 von Ke

… muß nicht sein ;-)
Ich hab’s mir mit einer Kanne Erkältungstee, dem supertollen Buch “die Küche der Frauen - 100 Rezepte aus 5 Kontinenten” (ein Geburtstagsgeschenk von den besten Trauzeugen von allen) und einer dicken Kuscheldecke auf dem Sofa gemütlich gemacht. Und durch die Wohnung wabert der angenehme Duft meiner neuen Räucherzutaten von Waldreichenbach. So ist’s gut sein.

Das Buch ist übrigens wirklich schön gemacht - viele künstlerische Momentaufnahmen aus den Küchen der Welt, viel Hintergrundwissen zu den Sitten und Gebräuchen des jeweiligen Landes und natürlich irre viele Rezepte. Rezepte, die einen zum Staunen bringen, Rezepte die man wiedererkennt, aber auch völlig neue Kombinationen und Zutaten. Sobald ich wieder genesen bin, möchte ich ein paar Sachen (bei denen die Zutaten aufzutreiben sein müssten) ausprobieren. Ich freu mich schon!

p1000737.JPG

Die kleinere Version meiner beiden Räuchergefäße ist übrigens super zum “Schnellräuchern”. Keine aufwändige Rumfummelei mit der Räucherkohle, kein herumfliegender Sand, der beim Pusten doch mal über den Schalenrand hüpft. Aber meine “richtige” Räucherschale kommt bestimmt auch mal wieder zum Einsatz. Spätestens im Winter…


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Frustbuch

Freitag, 4. April 2008 um 16:36 von Ke

Es gibt Bücher, die verursachen nur Frust. Dieses hier ist so eines: “Die Arbeit der Nacht” von Thomas Glavinic.

Das Thema hat mir unwahrscheinlich gut gefallen: Ein Typ wacht eines Morgens auf und stellt fest, dass er ganz alleine ist. Alle Menschen sind plötzlich verschwunden, einfach so.
Ich denke mal, viele haben sich in ihrer Kindheit schon ausgemalt, was passieren würde, wenn alle Menschen bis auf einen selbst von einem Ufo (oder wie auch immer) weggebeamt worden wären.

Also ich würde erst mal alles machen, was man eigentlich nicht darf: Ins Museum gehen und all die tollen Sachen anfassen, die sonst hinter Glasvitrinen schlummern. (Ich wollte immer schon mal den Löwenmensch in der Hand halten. Ehrlich!) Oder in die Fabriken gehen und auf irgendwelche Knöpfe drücken und schauen, was passiert. Oder in wildfremde Wohnungen gucken, nur um zu sehen, was andere für einen Geschmack haben. Das ist doch toll! Naja, am Anfang zumindest. Danach dürfte der Rest der Menschheit wieder auftauchen…

Aber was passiert in dem Buch?! Der Typ dreht sich nur um sich selbst, ist unlogisch, paranoid, ballert mit seiner geklauten Pumpgun fremde Fenster ein, stellt Videokameras auf und frisst die ganze Zeit nur Chips, Kopfschmerztabletten und Tiefkühlfisch, während er seine selbstgefilmten Aufnahmen anguckt. Und warum bitteschön funktionieren Strom, Telefon und Wasserversorgung, aber nicht das Internet? Warum sind alle Autos fein säuberlich geparkt und stehen nicht kreuz und quer auf Straßen und Autobahnen? Am Ende wird eigentlich gar nichts richtig aufgelöst und man sitzt mit einem großen Fragezeichen über dem Kopf auf dem Sofa.

Dabei wäre das Thema so spannend! Gibt es denn keine guten Bücher, die diese Idee aufgreifen?


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