“Kuck mal, wir haben eine neue Butterdose”, sprach die Holde vor nun schon über drei Jahren - und wer meine mir angetraute Ehefrau ein wenig kennt denkt bestimmt an die “Ahhs” und “Ohhs”, die meine Holde bestimmt von mir eingefordert hatte (leider kann ich mich nicht mehr so genau daran erinnern, ist ja schon über drei Jahre her und man wird ja auch älter und so). Mit ziemlicher Sicherheit hab’ ich damals schon vorsichtig meine Bedenken geäußert - man möge sich das durchaus in all der Grausamkeit ausmalen: Frau kommt heim, präsentiert ihre Einkäufe und Mann motzt erst mal rum … und gibt dann trotzdem nach, ist ja nur eine Butterdose - nur eben leider eine gänzlich unpraktische:

Butterdosen mit hohem Rand gehören sich meiner Meinung nach nämlich absolut verboten. Wie soll man denn da vernünftig eine schöne dicke Scheibe Butter für die morgendliche Kalorienbombe herunter schneiden? Und ja, richtig gelesen - ich brauch’ die Butter scheibchenweise - wie auch sonst? Deshalb gab’s auch jedes Mal, wenn ich meiner speziellen Nuss- Nougat- mit- viel- viel- Butter- auf- ungesundem- Toastbrot- Leidenschaft frönen wollte dasselbe Gezeter: unpraktisch, unhandlich, wiekannmannnur, **ck, kuckdirdasmalan, …
Und meine Holde kam natürlich mit einem der Killerargumente: “Dann musst Du Dir halt das nächste Mal selbst eine Butterdose kaufen”. Blöd nur, dass ich von Natur aus stur bin.
Am Ende hat sie aber doch nachgegeben (oder hatte sie einfach nur Mitleid?), denn was durften wohl meine Ohren vor ein paar Tagen hören? Richtig:
“Kuck mal, wir haben eine neue Butterdose”:

“Ahhhhhh”, “Ohhhhhhhh”, …..
Und diesmal so wie ich’s mag’: ohne Rand, so dass man richtig schön die halbenzentimeterdicken Butterscheibchen runterschneiden kann.
Und ehrlich: die “Ahhh”s und “Ohhh”s waren selten ehrlicher - ich bin immer noch richtig gerührt!
