Mittwoch, 31. Dezember 2008 um 13:35 von Ro
Bevor das Jahr 2008 zu Ende geht müssen natürlich auch die Berichte über Irland 2008 zu Ende gehen. Der letzte Stop unserer Tour führt uns nach Cashel. Hier zeigt sich Irland noch einmal von seiner touristischen Seite - durch die Nähe von Dublin wird Cashel in erster Linie von Bussen angesteuert, die abends aber wieder verschwinden. So hat sich uns Cashel selbst - vor allem am Abend - als ungemütliches Fleckchen Irland präsentiert. Und als ob Irland uns den Abschied nicht zuu schwer machen wollte, gab’s auch nochmal richtig viel Regen. Wir haben uns trotzdem nicht davon abhalten lassen, eine in der Nähe von Cashel gelegene, eher unbekannte Klosterruine anzusteuern. Für uns hat sich das dann dort - trotz, oder gerade wegen des Regens - zu einem der stimmungsvollsten Ruinenbesichtigungen entwickelt. Das vergleichsweise große Kloster liegt mitten im Weidegrund von Kühen und Schafen, überrankt von Efeu und allerlei sattgrünen Planzen, zugänglich nur über eine uralte Steinbrücke und einem Weidezaun, der überklettert werden will. Bei letzterem war uns glatt ein wenig mulmig - kam uns doch ein vollbärtiger Mann im Tarnanzug entgegen. Auf die Frage, ob wir hier richtig wären, sagte er nur jaja, nur weiter …



Der Mann im Tarnanzug lief uns dann mitten in der Ruine nochmal über den Weg - wild gestikulierend mit der Aufforderung mitzukommen. Sehr seltsam - doch am Ende stellte es sich heraus, das es sich um Tierschützer handelte, die gerade den Nachwuchs einer seltenen weißen Eulenart beringte - das wollte er uns natürlich zeigen (genau das richtige für den Eulenfan Madonha
) - süß, gell?

Am nächsten Tag ging es vor unserer Abfahrt zum Flughafen nach Dublin noch zur Hauptattraktion von Cashel, dem Rock of Cashel. Wirklich sehr beeindruckend thront die Kathedralenanlage auf einem Felsen über der kleinen Stadt. Sehenswert waren vor allem die Reste romanischer Wandmalerei im romanischen Teil der Anlage - so etwas bekommt man sehr selten zu Gesicht, wurden doch solche Kunstwerke meist bei Umbauten zerstört, so dass nur noch wenige Beispiele bis in unsere Zeit erhalten blieben. Schön, dass hier die Wandbemalungen aufwändig in einer Klimakammer mit Infrarotstrahlern geschützt werden.





Damit endete unser Urlaub 2008 in Irland. Unser letzter Urlaub als junges Paar ohne Kind. Mit Sicherheit werden die nächsten Urlaube deutlich anders und bestimmt genauso schön, doch Irland hat uns nochmal so richtig gut getan!
Vielleicht, ja vielleicht kommen wir ja mal wieder …
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Sonntag, 14. Dezember 2008 um 17:05 von Ro
Mit Schnee vor dem Fenster, eine Tasse Tee in der Hand denken wir zurück und nähern uns dem Höhepunkt (und damit dem vorletzten Artikel) der Irland-Reise: Die Dingle-Halbinsel. Für Ke und mich eindeutig das Highlight unserer Irland-Reise und ganz bestimmt kommen wir hierher mal wieder: atemberaubend schöne Strände, wilde Küstenformen, verträumte Natur, Möwen hautnah und die beste Pizza der Welt.
Dabei stand eigentlich der Ring of Kerry auf dem Programm, doch je mehr wir darüber gelesen hatten, desto mehr kamen wir zum Schluss den Touristenmassen doch lieber ausweichen zu wollen. Die Dingle-Halbinsel ist dazu ideal: zumindest Touristenbusse gibt es hier keine - die Straßen sind dazu einfach nicht gemacht. In aller Frühe ging’s von unserem Hotel in Killarney los, …
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Mittwoch, 10. Dezember 2008 um 23:53 von Ro
Auf dem Weg nach Killarney machen wir noch einen längeren Zwischenstopp im Freilichtmuseum “Bunratty Folk Park”. Große Erwartungen hatten wir an den Park nicht - im Grunde genommen ist es doch “nur” wieder eine der typischen Touristenattraktionen in Busreichweite von Dublin. So waren wir dann doch positiv überrascht: das Freilichtmuseum zählt bestimmt zu den schöneren seiner Art. Es zeigt in erster Linie Häuser und Höfe aus dem 19. Jahrhundert, meist Orginalbauten, die an Ort und Stelle wieder aufgebaut wurden. Sehr interessant und informativ gemacht. Auch die Straßen und Gärten laden zum Träumen ein. Hier scheint man wirklich in die Welt von Heinrich Böll einzutauchen. Neben vielen Bauernhäusern ist auch - eher selten in Freilichtmuseen - eine komplette Dorfstraße nachgebildet, mit Pub, Arzt, Reihenhaus, Kramerladen, Post, Pfandleiher und und und.
Interessant war auch - zumindest dem Anschein der Häuser von außen nach: viel Unterschied zur Hauptstraße der meisten “modernen” Dörfer von Irland gibt es nicht. Irgendwie scheint an manchen Orten in Irland halt wirklich die Zeit stehen geblieben zu sein.



Ein weiteres Highlight in diesem Freilichtmuseum ist natürlich Bunratty Castle selbst. Es ist wieder eines der typischen Turmhäuser - in diesem Fall jedoch möbliert mit vielen Möbelstücken aus dem Mittelalter. Das macht das Turmhaus zusammen mit den vielen verwinkelten Treppen, Stiegen und verstecken Kammern zu einem echten Erlebnis. Hier wird das Mittelalter lebendig.



Passend zum Flair in Burnatty Castle, ging es am selben Abend noch nach Killarney ins Earls Court-Hotel. Dieses Hotel wurde dann für zwei Tage der Ausgangspunkt unserer Ausflüge auf die Dingle-Halbinsel. Dazu aber mehr im nächsten Teil.



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Sonntag, 7. Dezember 2008 um 23:02 von Ro
Eine der großen touristischen Anziehungspunkte der Westküste Irlands sind mit Sicherheit die Cliffs of Moher. Die steilen Klippen ragen beinahe senkrecht in den tosenden Atlantik hinein. Bis zu 120m geht es in die Tiefe …
Über der Gischt gleiten Sturmschwalben und Möwen. Steht man an den Klippen und blickt nach unten, hat man glatt das Gefühl am Rande der Welt zu stehen. Sehr beeindruckend!




Auf der Weiterfahrt zu unserem nächsten Hotel erleben wir die Rush-Hour von Irland hautnah:

Cows crossing!!
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Sonntag, 7. Dezember 2008 um 22:52 von Ro
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Sonntag, 7. Dezember 2008 um 21:57 von Ro
So, langsam aber sicher wird es nun endgültig Zeit für den letzten Teil der Irland-Berichterstattung. Nach dem Regentag in Teil 5 wird es nun wieder sonniger und landschaftlich - wie soll man sagen - “Irland-typisch”.
Den Regen haben wir hinter uns gelassen und die Landschaften werden noch grüner und irgendwie auch wilder. Durch die beeindruckende Wolkenkulisse wirkt die Welt um uns herum wie aus einer prähistorischen Zeit. Immer wieder lassen wir einfach unser Auto stehen und genießen die Natur um uns herum. Grüne Hügel. Seen. Landschaften wie aus einem Bilderbuch.






Auch die Schafszäune werden immer weniger. Die Schafe stehen teilweise einfach mitten auf der Straße und lassen sich von den Autos überhaupt nicht stören. Denen scheint’s hier einfach zu gefallen. Inmitten saftiger Hügel lassen wir einfach unser Auto am Straßenrand stehen und wandern querfeldein. Wirklich eine Wahnsinns-Landschaft. Das ist Irland!

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Freitag, 21. November 2008 um 03:48 von Ro


Irgendwann muss hier natürlich auch noch unser Irland-Urlaub abgehandelt werden (ui, wir haben gerade mal ein Drittel) - und ja, ich weiß, da ist mittlerweile reichlich viel Zeit vergangen. Vielleicht liegt es auch (naja, der Hauptgrund dürfte schon Lu sein) daran, dass es leichter fällt über schöne Landschaften zu bloggen, als über Regen. Doch wenn man Urlaub in Irland macht, darf der Regen natürlich nicht fehlen.
Im Normalfall hat uns der Regen eigentlich auch nie etwas ausgemacht. Nach einem kurzen Schauer war eigentlich immer alles vorbei und die Sonne hat den Regen wieder vergessen gemacht. An einem Tag allerdings hatten wir so richtiges Regenwetter. Und das heißt in Irland Regen von oben, von der Seite und von unten. Trotzdem haben wir uns es nicht nehmen lassen zunächst mit unserem Mietauto ein wenig die Gegend unsicher zu machen - um dann nach zwei Stunden doch aufzugeben. Doch man glaubt es kaum, es wurde einer der entspannten Tage des Urlaubs - mit leckerer heißer Fischsuppe - gemütlichem Lesen in einem doch recht urigem Hotelzimmer mit dem typischen englischen Tee, den man in Irland in jedem Hotelzimmer bekommt - und natürlich einem leckeren Pint in der Hotelbar mit typischem Torffeuer im Kamin. Torf ist in Irland im übrigen immer noch ein sehr beliebtes Heizmittel!
Im Rückblick war das Hotel auch eines der schönsten, da mit nur 12 Zimmern vergleichsweise familiär. Und im Rückblick war es auf jeden Fall einer der erholsamsten Tage - ganz ohne Sightseeing-Stress!






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Montag, 15. September 2008 um 22:42 von Ro
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Montag, 8. September 2008 um 22:48 von Ro
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Sonntag, 31. August 2008 um 08:31 von Ro
Wenn man von Dublin spricht, dürfen natürlich nicht die Türen von Dublin fehlen. Gerade um den Merrion Square herum sehen die georgianischen Häuser mit ihren Backsteinfassaden alle gleich aus. Irgendwie wollten sich die Leute aber doch von ihren Nachbarn unterscheiden und so hat jedes der Reihenhäuser andere Türen, Oberlichter oder kunstvoll geschmiedete Fußabstreifer.
Für Ke, bewaffnet mit einem Fotoapparat natürlich ein gefundenes Fressen. Deshalb dürfen die Türen von Dublin in dieser Reihe ja auch nicht fehlen:

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