war vor einiger Zeit das gebackene Hähnchen nach original römischen Rezept. Wir wollten einfach mal wissen, wie ein Hähnchen vor 1900 Jahren wohl geschmeckt haben könnte. An Garum (dem römischen “Ketchup”) kommt man ja heutzutage nicht mehr so leicht. Aber die restlichen Zutaten waren einfach zu beschaffen.
Nein, das ist kein gebackenes Gehirn, das ist der Olivenöl-Mehl-Mantel, in dem das Hähnchen 2 Stunden lang schmoren muss.
Der Geschmack: Ehrlich gesagt nicht sehr viel anders als Hähnchen vom Hendl-Stand, natürlich ohne knusprige Haut (die ich eh nicht mag), dafür zarteres Fleisch. Auf jeden Fall eine Erfahrung wert
Nein, das Foto ist nicht bearbeitet. Der Blumenkohl, der mir am Mittwochsmarkt vor den Kinderwagen gerollt ist, hatte so eine tolle Farbe, dass er einfach mitkommen musste. Obwohl ich nur bedingt auf Blumenkohl stehe, muss ich sagen, nach diesem Rezept hier, können wir das ganz oft noch mal kochen
Ach ja, das Wasser im Dämpftopf war witzigerweise türkisblau!
Die letzten Tage ist es hier richtig ruhig geworden - die letzten Tage meiner Elternzeit habe ich nämlich dafür genutzt in meiner Dissertation noch ein großes Stück weiter zu kommen. Langsam aber sicher zeichnet sich nun wirklich ein Ende ab (auch wenn die nächsten Wochen versprechen richtig anstrengend zu werden).
Jetzt aber endlich der erste der versprochenen Beiträge über meine molekularen Kochversuche.
Mittwoch vor einer Woche habe ich mich nämlich gleich wieder dran gewagt Drops zu kreieren. Erst einmal aber ein einfaches Rezept.
Dieses Mal war in der Lösung, in die die Drops eingetropft wurden eine Calazoon-Lösung (also Calziumlactat, das Calziumsalz der Milchsäure) und die Drops selbst (in diesem Fall aufgekochte Vanilleschoten mit Zucker) mit Algizoon (Natrium-Alginat, ein Geliermittel aus Braunalgen gewonnen) vermischt. Dieses Mal hab’ ich es mit dem Kühlen auch nicht übertrieben und dieses Mal habe ich extra darauf geachtet, Mineralwasser mit weniger als 91mg/l Calzium zu verwenden (wofür ich extra nochmal in den Supermarkt musste, unser normales Mineralwasser hat nämlich fast 140mg/l und damit würde das Algizoon schon mit dem Wasser reagieren und den Effekt kaputt machen). Zum Tropfen in die Lösung habe ich eine Einwegspritze aus der Apotheke verwendet - damit war die Dosierung sehr einfach. Nach dem Abschöpfen wurden die Drops noch zusätzlich auf einem Küchenpapier trockengelegt, bevor ich sie auf den weißen Löffeln angerichtet hab. Ihr seht - dieses Mal hab ich es sehr genau genommen. Es hat sich gelohnt wie das Ergebnis beweist:
Große Drops sind mir leider nicht gelungen - dazu muss man wohl wirklich ein wenig Übung und Geduld mitbringen. Aber ich bin erst einmal sehr zufrieden.
Ach ja - geschmeckt habe sie natürlich auch! Süß, aber doch lecker!
der heute Geburtstag feiert! Dieser Mensch hat heute - nachdem er um 02:00 Uhr Nachts von mir mit Geburtstagsgeschenken und einem etwas zerknitterten Lächeln (warum gehst Du auch so spät ins Bett?!?!) beglückt wurde - den ganzen Nachmittag in der Küche virtuos den Löffel geschwungen und ist einem seiner liebsten Freizeitbeschäftigungen nachgegangen:
NUDELN MACHEN!!!
Die Wohnung war mehlbestäubt, Lu ist aus dem Schauen gar nicht mehr rausgekommen und eine Riesengaudi wars auch! Und jetzt sitz ich hier, den Bauch voller leckerer Nudeln mit zwei noch leckereren Soßen, gekrönt von Obstsalat mit Lebkuchensoße… und beschwipst von Rotwein und Geburtstagssekt singe ich hiermit ein Loblied auf den besten Ehemann von allen:
Viel zu lange war es her, dass Ro die Nudelmaschinenkurbel (was für ein Wort) geschwungen hat. Diesmal gab’s aber keine spinatgrüne Variante: Rote Beete-Rosa war angesagt.
Auch wenn’s ein sehr chaotischer Abend, war - lustig war’s allemal und ich beantrage hiermit Wiederholung in karottenorange
… da die tollsten Rezepte und Zeitungsausschnitte ans Licht befördert werden! Zum Beispiel ein Rezept für ein Bananen-Dattel-Zwiebel-Chutney:
Geht ja ganz schnell: 2 Teile Bananen, 1 Teil Datteln, 2 Teile Zwiebeln und ein Daumengroßes Stück Ingwer (klein geschnitten) in einen Topf werfen, mit einem Bodendecker Essig, Zucker, Salz, Zuckerrübensirup, und Currypulver mischen. Kochen, bis alles zerfallen ist. Falls zu wenig Flüssigkeit da ist, einfach mit Gemüsebrühe auffüllen. In lustige Gläser füllen, umdrehen, fertisch!
Weil’s mich schon wieder erwischt hat und ich schniefend und hustend zu Hause mein Dasein fristen muss (ergänzt durch eine nette Mittelohrauageschichte und Blasenentzündung),
gibt es mal wieder Suppenhuhnsuppe. Beim letzten Mal war ich ja doch sehr erstaunt, dass die Brühe im Kühlschrank geliert. Und jetzt? Da denkt man, frau ist jetzt voll der Suppenhuhnsuppenprofi und was passiert ?!? Die Suppe ist nicht geliert!!!! Was soll das denn jetzt?!
Ein richtiges Schlemmerwochenende -nicht nur, dass wir heute den Frühling genutzt haben um für uns die Eissaison zu eröffnen - nein, gestern Abend schon stand Fisch auf dem Tisch
Dorade asiatisch paniert - sehr sehr lecker - auch, wenn manche Ansichten einer Dorade etwas … ähm … bedrohlich wirken.
Die absolute Krönung des Ganzen: leckeres Schlemmergrillen bei unseren Nachbarn mit lecker Bier aus der Region.
Nachtrag - Wie gewünscht hier das Rezept:
2 Doraden waschen, trocken tupfen, würzen. (Salz, Pfeffer, Zitronenscheiben in den Bauch). In Reismehl (oder halt normales Mehl) wenden.
Mit Erdnussöl (oder geröstetes Sesamöl und Sonnenblumenöl gemischt - sonst wird’s zu heftig) von jeder Seite 2 Minuten anbraten. So, eigentlich kommt der Fisch jetzt mit dem Gemüse in den Ofen, aber ich denke in Alufolie gewickelt sollte das auch gut auf dem Grill funktionieren (25 Minuten würde ich sagen).
So, jetzt Beilage: Ingwer in dünne Scheiben, Karotten in Streifen, Zwiebeln in Ringe und Knoblauch irgendwie klein schneiden. Alles in Ernussöl (oder was auch immer) anbraten (Karotten am Schluss) und mit Gemüsebrühe und einem kräftigen Schluck Sherry (hier aber ein Rest Portwein) ablöschen und aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zwecks Foto noch schnell Kresse und Zitronenscheiben auf den fertigen Fisch werfen. Fertisch.
Viel Spaß beim Nachkochen!
Nur zur Information: Suppenhuhnsuppegeliert im Kühlschrank und sieht dann ziemlich fies aus. Wenn man aber der wabbligen Masse gut zuredet und zusammen mit Suppengemüse, Muschelnudel und frischer Petersilie im Topf erwärmt, gibt sie sich eigentlich ganz versöhnlich.