Mittwoch, 18. Februar 2009 um 23:42 von Ro

So eine giftgrüne Flüssigkeit würde ich mir ja normalerweise nicht über meine Nachspeise kippen. Dabei ist das nur Limettensaft mit Zucker und pürierter Basilikum und selbst mit dem Wissen würde ich mir das wohl nicht über meine Nachspeise kippen.
Das ganze aber mit einem Emulgator (Lecithin aus Sojabohnen - genetisch einwandfreien Sojabohnen versteht sich!) zu einem luftigen Schaum aufgeschlagen darf es dann doch über die Himbeeren. Und das sah’ es dann auf einmal nicht nur super und appetitlich aus, sondern hat auch noch lecker geschmeckt. Wird bestimmt wieder mal gemacht:

Die Herstellung des Schaums war gar nicht so einfach. Ich stell mich da mit diesen Milchaufschäumdingern immer ziemlich doof an, so dass sich ein Großteil der Flüssigkeit erst einmal in der ganzen Küche verteilt hat, bevor da wirklich Schaum daraus wurde. Memo an mich: das nächste Mal ein sehr hoches Gefäß hernehmen …. :-/
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Montag, 26. Januar 2009 um 00:10 von Ro
Die letzten Tage ist es hier richtig ruhig geworden - die letzten Tage meiner Elternzeit habe ich nämlich dafür genutzt in meiner Dissertation noch ein großes Stück weiter zu kommen. Langsam aber sicher zeichnet sich nun wirklich ein Ende ab (auch wenn die nächsten Wochen versprechen richtig anstrengend zu werden).
Jetzt aber endlich der erste der versprochenen Beiträge über meine molekularen Kochversuche.
Mittwoch vor einer Woche habe ich mich nämlich gleich wieder dran gewagt Drops zu kreieren. Erst einmal aber ein einfaches Rezept.

Dieses Mal war in der Lösung, in die die Drops eingetropft wurden eine Calazoon-Lösung (also Calziumlactat, das Calziumsalz der Milchsäure) und die Drops selbst (in diesem Fall aufgekochte Vanilleschoten mit Zucker) mit Algizoon (Natrium-Alginat, ein Geliermittel aus Braunalgen gewonnen) vermischt. Dieses Mal hab’ ich es mit dem Kühlen auch nicht übertrieben und dieses Mal habe ich extra darauf geachtet, Mineralwasser mit weniger als 91mg/l Calzium zu verwenden (wofür ich extra nochmal in den Supermarkt musste, unser normales Mineralwasser hat nämlich fast 140mg/l und damit würde das Algizoon schon mit dem Wasser reagieren und den Effekt kaputt machen). Zum Tropfen in die Lösung habe ich eine Einwegspritze aus der Apotheke verwendet - damit war die Dosierung sehr einfach. Nach dem Abschöpfen wurden die Drops noch zusätzlich auf einem Küchenpapier trockengelegt, bevor ich sie auf den weißen Löffeln angerichtet hab. Ihr seht - dieses Mal hab ich es sehr genau genommen. Es hat sich gelohnt wie das Ergebnis beweist:


Große Drops sind mir leider nicht gelungen - dazu muss man wohl wirklich ein wenig Übung und Geduld mitbringen. Aber ich bin erst einmal sehr zufrieden.
Ach ja - geschmeckt habe sie natürlich auch! Süß, aber doch lecker!
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Freitag, 9. Januar 2009 um 00:34 von Ro
Nachdem wir donvanone zu seinem Geburtstag ja schon dieses wunderbare Molekularcocktailset geschenkt hatten (war glatt neidisch, aber ich wollte ihm das einfach schenken und hab’ wohl auch ins Schwarze getroffen, es damit Ke aber schwerer gemacht, da sie mir aus einen mir nicht ersichtlichen Grund nicht das gleiche Geschenk machen wollte - ui, und weil wir gerade bei Geschenken sind: das Geschenk, das ich von FrauBü und donvanone zu meinem Geburtstag bekommen hab’ ist übrigens noch viel cooler, aber dazu ein andermal mehr), habe ich zu meinem Geburtstag nun auch endlich mein lang ersehntes Molekularset bekommen:

Diesmal nicht für Cocktails, sondern für Deserts. Natürlich wollte ich das gleich als Nachspeise für unser Nudelessen ausprobieren. Hat leider nicht ganz so funktioniert:

Eigentlich sollten diese Drops auf den Boden sinken. Haben sie aber nicht gemacht und sind später sogar noch “ausgelaufen”.
Vielleicht hätte ich das mit dem “kühl stellen” mal nicht zuuu wörtlich nehmen sollen. Hab’ die Lösung nämlich auf den Balkon gestellt und dabei vergessen, dass -8°C vielleicht doch ein wenig zuu kühl sein könnten 
Aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und die Testesser stehen schon Schlange (fehlen eigentlich nur noch die Bewerbungsfotos).
Als Ersatz gab’s dann übrigens doch noch was molekulares: Orangenspaghetti. Das Werkzeug dazu hab’ ich zu Weihnachten von Ke bekommen. Leider gibt’s noch keine Fotos.
Über die Versuche werde ich natürlich berichten! Ich freu’ mich schon drauf …
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Donnerstag, 1. Januar 2009 um 21:08 von Ro
Schöner Jahresrückblick, tolles Essen, leckere Molekularküche (hmmm, echt leckere Molekularcocktails), hübsche Dekoration, nette Leute, ein unterhaltsamer Abend - ein rundum schönes Silvester 2008. Danke für die Einladung Donvanone und FrauBü!

Allen einen Guten Start ins Jahr 2009!
Ps: Lu hat Silvester verschlafen
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