Geschützt: das Mädels-Wochenende …
Donnerstag, 29. Dezember 2011 um 12:54 von KeTags: 2011| Mädels-Wochenende| München| Urlaub| Winter
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… wie jetzt? Bald ist Weihnachten! Aber,… der Sommer war doch erst gestern, oder?
So kommt es uns zumindest vor. Die ganze Zeit haben wir gewerkelt und gemacht. Lu ist gewachsen und redet wie ein Buch. Im Urlaub waren wir auch. Und über den soll hier heute berichtet werden.
Wir wollten einen Urlaubsort, der nicht zu weit weg, aber trotzdem noch warm ist (es war ja immerhin schon Oktober und kurze Shirts hatten wir zu Hause schon im Winterquartier verstaut). Vor allem Lu sollte Spaß haben und auch wir wollten gutes Essen, Kultur und Entspannung mal wieder auf Platz 1 unserer ewigen ToDo-Liste stehen haben.
Das Ziel war schnell gefunden und schon lange vor der Abreise gebucht: Zusammen mit Familie M*consored* - die Mama M., Papa M., beste Freundin von Lukas L.M. und deren zuckersüßen kleinen Bruder L.M. beinhaltet - haben wir einige wunderschöne Tage am Gardasee gebracht. Unser Räuberlager haben wir im Campingplatz Piani di Clodia (in Lazise) aufgeschlagen. Die Doppelhaus-Bungalows sind echt empfehlenswert!

Die Erinnerung an die wunderschöne Landschaft, das Essen, die kleinen Städtchen, das leckere Eis (das “Cristallo” in Bardolino ist der Wahnsinn), die Spielplätze, die gemütlichen Abende draußen auf der Terrasse, die vielen schönen Muscheln und Steine für Ke und Lu am Seeufer, die Wasserlandschaft am Campingplatz, die traumhaften Sonnenuntergänge und noch vieles mehr wird uns die nächsten Wochen und Monate über Wasser halten, bis es wieder heißt: Uuuuuuuuuuuuuuuuraub!!!!!
Unser Fazit: Der Gardasee ist auf jeden Fall nochmal eine Reise wert. Und das unbedingt wieder nach der Hauptsaison
Und unbedingt nochmal mit Familie M.
aus der Heimat habe ich von meinem letzten Eichstätt-Urlaub mitgenommen.

Johannisbeeren, Lavendel und Gurken aus dem Garten. Was wird wohl draus entstehen? Johannisbeer-Kokos-Marmelade ist in Planung, Lavendelherzchen o.ä. wollte ich auch schon lange mal wieder nähen und die Gurken werden wohl zum größten Teil als Beißring für Lu draufgehen. Da steht er nämlich in letzter Zeit absolut drauf
… Panama Österreich! Nach unzähligen durchwachten Nächten, selten mehr als 3 Stunden Schlaf am Stück, einer bösen Grippe und anderen fiesen Kleinigkeiten war es soweit: Wir waren endgültig urlaubsreif! Aber weil Ro wie üblich nicht wirklich lange am Stück (und wenn, dann nur spontan) Urlaub bekommen hat, musste es ein Ziel sein, das auch wegen Lu schnell erreichbar ist und trotzdem den vollen Umfang an Erholung für alle bietet

Gut, dass die Eltern-Zeitschrift (Ja, wir lesen sowas echt…) ein paar echt gute Tipps parat hatte - und so sind wir ganz schnell beim Babyhotel Babymio in den Kitzbühler Alpen gelandet. Was soll ich sagen? Es war toll! Und zwar sowas von toll, dass wir uns das leckere Essen, die tolle Rundumbetreuung, die wunderschöne Landschaft, die abwechslungsreichen Wanderwege und die ein oder andere Wellnessanwendung garantiert bald wieder gönnen werden.
Das Hotel können wir übrigens nur empfehlen - es ist perfekt für Familien mit kleinen Babys! Von der Hebamme, die einem mit Rat und Tat zur Seite steht, Babyschwimmkurs im hoteleigenen Hallenbad, einer organisierten Papa-Babywanderung, bis zum komplett ausgestatteten Babykostbuffett (sogar mit frisch gekochtem Mittags/Abendbrei) ist an alles gedacht - sogar eine Krabbeldecke mit Spielsachen lag schon in unserem Zimmer bereit! Und auch die Angestellten hatten immer ein offenes Ohr für unsere Extrawürste ![]()
Schön war’s!!
Man fährt nach Lindau, findet das Wetter toll, den Bodensee bezaubernd, die Luft - die nach Wasser riecht - richtig urlaubsmäßig, das Mittagessen beim Mexikaner lecker, die kleinen Gässchen in der Altstadt auf der Insel urig, die Sonderausstellung im Stadtmuseum echt sehenswert, das Kind sowas von brav, das Eis an der Promenade eine Sünde wert, … und stellt am Abend fest, dass man das Treibholz, wegen dem man eigentlich gekommen ist, total vergessen hat.
Macht nix. Ein Grund noch ganz oft wieder zu kommen
Bevor das Jahr 2008 zu Ende geht müssen natürlich auch die Berichte über Irland 2008 zu Ende gehen. Der letzte Stop unserer Tour führt uns nach Cashel. Hier zeigt sich Irland noch einmal von seiner touristischen Seite - durch die Nähe von Dublin wird Cashel in erster Linie von Bussen angesteuert, die abends aber wieder verschwinden. So hat sich uns Cashel selbst - vor allem am Abend - als ungemütliches Fleckchen Irland präsentiert. Und als ob Irland uns den Abschied nicht zuu schwer machen wollte, gab’s auch nochmal richtig viel Regen. Wir haben uns trotzdem nicht davon abhalten lassen, eine in der Nähe von Cashel gelegene, eher unbekannte Klosterruine anzusteuern. Für uns hat sich das dann dort - trotz, oder gerade wegen des Regens - zu einem der stimmungsvollsten Ruinenbesichtigungen entwickelt. Das vergleichsweise große Kloster liegt mitten im Weidegrund von Kühen und Schafen, überrankt von Efeu und allerlei sattgrünen Planzen, zugänglich nur über eine uralte Steinbrücke und einem Weidezaun, der überklettert werden will. Bei letzterem war uns glatt ein wenig mulmig - kam uns doch ein vollbärtiger Mann im Tarnanzug entgegen. Auf die Frage, ob wir hier richtig wären, sagte er nur jaja, nur weiter …
Der Mann im Tarnanzug lief uns dann mitten in der Ruine nochmal über den Weg - wild gestikulierend mit der Aufforderung mitzukommen. Sehr seltsam - doch am Ende stellte es sich heraus, das es sich um Tierschützer handelte, die gerade den Nachwuchs einer seltenen weißen Eulenart beringte - das wollte er uns natürlich zeigen (genau das richtige für den Eulenfan Madonha
) - süß, gell?
Am nächsten Tag ging es vor unserer Abfahrt zum Flughafen nach Dublin noch zur Hauptattraktion von Cashel, dem Rock of Cashel. Wirklich sehr beeindruckend thront die Kathedralenanlage auf einem Felsen über der kleinen Stadt. Sehenswert waren vor allem die Reste romanischer Wandmalerei im romanischen Teil der Anlage - so etwas bekommt man sehr selten zu Gesicht, wurden doch solche Kunstwerke meist bei Umbauten zerstört, so dass nur noch wenige Beispiele bis in unsere Zeit erhalten blieben. Schön, dass hier die Wandbemalungen aufwändig in einer Klimakammer mit Infrarotstrahlern geschützt werden.
Damit endete unser Urlaub 2008 in Irland. Unser letzter Urlaub als junges Paar ohne Kind. Mit Sicherheit werden die nächsten Urlaube deutlich anders und bestimmt genauso schön, doch Irland hat uns nochmal so richtig gut getan!
Vielleicht, ja vielleicht kommen wir ja mal wieder …
Mit Schnee vor dem Fenster, eine Tasse Tee in der Hand denken wir zurück und nähern uns dem Höhepunkt (und damit dem vorletzten Artikel) der Irland-Reise: Die Dingle-Halbinsel. Für Ke und mich eindeutig das Highlight unserer Irland-Reise und ganz bestimmt kommen wir hierher mal wieder: atemberaubend schöne Strände, wilde Küstenformen, verträumte Natur, Möwen hautnah und die beste Pizza der Welt.
Dabei stand eigentlich der Ring of Kerry auf dem Programm, doch je mehr wir darüber gelesen hatten, desto mehr kamen wir zum Schluss den Touristenmassen doch lieber ausweichen zu wollen. Die Dingle-Halbinsel ist dazu ideal: zumindest Touristenbusse gibt es hier keine - die Straßen sind dazu einfach nicht gemacht. In aller Frühe ging’s von unserem Hotel in Killarney los, …
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Auf dem Weg nach Killarney machen wir noch einen längeren Zwischenstopp im Freilichtmuseum “Bunratty Folk Park”. Große Erwartungen hatten wir an den Park nicht - im Grunde genommen ist es doch “nur” wieder eine der typischen Touristenattraktionen in Busreichweite von Dublin. So waren wir dann doch positiv überrascht: das Freilichtmuseum zählt bestimmt zu den schöneren seiner Art. Es zeigt in erster Linie Häuser und Höfe aus dem 19. Jahrhundert, meist Orginalbauten, die an Ort und Stelle wieder aufgebaut wurden. Sehr interessant und informativ gemacht. Auch die Straßen und Gärten laden zum Träumen ein. Hier scheint man wirklich in die Welt von Heinrich Böll einzutauchen. Neben vielen Bauernhäusern ist auch - eher selten in Freilichtmuseen - eine komplette Dorfstraße nachgebildet, mit Pub, Arzt, Reihenhaus, Kramerladen, Post, Pfandleiher und und und.
Interessant war auch - zumindest dem Anschein der Häuser von außen nach: viel Unterschied zur Hauptstraße der meisten “modernen” Dörfer von Irland gibt es nicht. Irgendwie scheint an manchen Orten in Irland halt wirklich die Zeit stehen geblieben zu sein.
Ein weiteres Highlight in diesem Freilichtmuseum ist natürlich Bunratty Castle selbst. Es ist wieder eines der typischen Turmhäuser - in diesem Fall jedoch möbliert mit vielen Möbelstücken aus dem Mittelalter. Das macht das Turmhaus zusammen mit den vielen verwinkelten Treppen, Stiegen und verstecken Kammern zu einem echten Erlebnis. Hier wird das Mittelalter lebendig.
Passend zum Flair in Burnatty Castle, ging es am selben Abend noch nach Killarney ins Earls Court-Hotel. Dieses Hotel wurde dann für zwei Tage der Ausgangspunkt unserer Ausflüge auf die Dingle-Halbinsel. Dazu aber mehr im nächsten Teil.