Wer ist Hermann?

Sonntag, 17. Februar 2008 um 23:28 von Ke

Seit einiger Zeit hat sich bei uns zu Hause Hermann breit gemacht. Er steht ständig im Weg rum, will immer umsorgt und gepflegt werden - und füttern muss man ihn auch noch.
Heute war es soweit - Hermann war reif. In einem unbeobachteten Augenblick habe ich ihn aus seinem Halbschlaf geholt und in den heißen Backofen gesteckt. Vorher ihm noch ein paar Eier, Butter und so Zeug an den Kopf geworfen - fertig. Nach 45 Minuten gab es keine Regung mehr.
Aufgegessen ist er inzwischen fast, so dass die Spurensicherung nur noch ein paar Krümel finden wird. Blöd nur, dass ein Abkömmling quasi schon wieder in den Startlöchern sitzt…

Hermann

Wer Hermann auch haben will, hier die Anleitung:

Grundrezept Herman Teig
Insgesamt für den Teigansatz:
100g Weizenmehl
1EL Zucker
½ Pck. Trockenhefe
200ml lauwarmes Wasser

1.
Für den Teig, Mehl in eine verschließbare Schüssel sieben. Mit Zucker und Trockenhefe mischen. Wasser hineingeben. Die Zutaten von der Mitte aus mit einem Rührlöffel zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Schüssel mit dem Deckel fest verschließen.

2.
Den Teig zwei Tage an einem warmen Ort stehen lassen (dabei ab und zu umrühren). Anschließend 24 Stunden in den Kühlschrank stellen. Von nun an so weiter verfahren, als hättet ihr den Hermann-Teig geschenkt bekommen:

3.
Verarbeitung eines geschenkten Hermann:
1. Tag: ruhen lassen
2. Tag: umrühren
3. Tag: umrühren
4. Tag: umrühren

5. Tag: In ein größeres Gefäß umfüllen und füttern, dazu
1 Tasse (100g) Weizenmehl
1 Tasse (150g) Zucker
1 Tasse (200ml) Milch
hinzufügen und verrühren

6. Tag: umrühren
7. Tag: umrühren
8. Tag: umrühren
9. Tag: umrühren

10. Tag: noch einmal füttern, dazu
1 Tasse (100g) Weizenmehl
1 Tasse (150g) Zucker
1 Tasse (200ml) Milch
hinzufügen und gut verrühren

4.
Den Hermann-Teig in vier gleiche Teile, je 200g, teilen (zwei Teile weitergeben, einen Teil einfrieren).

5.
Den vierten Teil wie folgt weiter verarbeiten:

2 Tassen (je 100g) Weizenmehl
1 Pck. Backpulver
1 Tasse (150g) Zucker
1 Pck. Vanillin-Zucker
1 Prise Salz
3 Eier (Größe M)
½ Tasse (100ml) Speiseöl
1 Tasse (200ml) Milch
1 Portion (200g) Hermann-Teig

6.
Für den Teig, Mehl mit Backpulver mischen und in eine Rührschüssel sieben. Zucker, Vanillin-Zucker und Salz hinzufügen und mit Mehlgemisch vermengen. Eier, Speiseöl, Milch und den Hermann-Teig hineingeben. Die Zutaten von der Mitte aus mit einem Rührlöffel zu einem glatten Teig verarbeiten.

7.
Den Teig in eine beliebige Form (gefettet) geben. Die Form auf dem Rost in den Backofen schieben.

Ober-/Unterhitze: etwa 180 °C (vorgeheizt)
Heißluft: etwa 160 °C (nicht vorgeheizt)
Gas: Stufe 2-3 (nicht vorgeheizt)
Backzeit: 45-60 Minuten

Viel Spaß beim Ausprobieren!


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Madonha

Hermann war vor langer, langer Zeit auch schon bei uns zu Besuch und hat sich in unserem Leben einen festen Platz gesucht.
Ein Gast brachte ihn mir mit heißen Empfehlungen, lobte ihn in den höchsten Tönen, so dass ich der Versuchung einfach nicht widersehen konnte. Ich hatte zum Glück ausreichend Platz und konnte ihn über einen gewissen Zeitraum im Kühlschrank beherbergen. Ich freute mich, ihn zu hegen und zu pflegen, ihn mit Freundinnen zusammen zu vernaschen, bis ich dann eines Tages gezwungen war ihn rauszuschmeißen. Das kam so: Don nistete sich ein und bat sehr bald um Einlass, doch Don und Hermann haben sich schon im unfertigen Zustand (beide) nicht gut miteinander vertragen. So musste einer gehen und das war dann Hermann. Ich freue mich jetzt aber zu hören, dass Hermann wieder in einer guten Pflegefamilie untergekommen ist. Viel Vergnügen weiterhin!

 
 
donvanone

@Madonha: Du alte Petze! Jetzt krieg ich bei Schweigers bestimmt Hausverbot, solange Herrman noch da ist…

 
 
Madonha

@ Don: du brauchst doch nur einmal ganz lieb um einen ersten freundschaftlichen Kontakt zu Hermann bitten, vielleicht hast du ihn ja anschließend zum Fressen gern und die Beziehung zu Schweigers ist gerettet!

 
 
FrauBü

Wir hatten Hermann auch mal zu Hause in Hettrum. Meine Mutter hat anfangs allerdings über das Geschenk geflucht und konnte Hermann dann irgendwann auch nicht mehr sehen und essen. Daraufhin haben wir Hermann komplett vernichtet….
Übrigens, wie ist das denn, ich dachte Hermann darf man nur geschenkt bekommen (wie so eine art Kettenbrief unter Hausfrauen *zwinker zu Ke*)und Ableger dann weiterschenken. Darf man Hermann tatsächlich auch selbst erschaffen?

 
 
Ke

@Don: Ich kann Hermann ja mal fragen, was er denn so davon halten würde, wenn Du ein oder zwei Stücke von ihm isst … hmmmm. ;-)

@FrauBü: Habe mich erdreistet, ihn selbst zu erschaffen - bin zufällig im Netz auf das Rezept gestoßen und hatte zufällig auch noch Trockenhefe da! Passiert jetzt was Schlimmes? Trifft mich jetzt der Fluch der Verdammten? Hätte ich mich Hermanns Schicksal der ewigen Verdammnis nicht entgegenstellen dürfen? Und wer ist eigentlich Wamps? Rätsel in der Finsternis…

 

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